1938 - 1945

1938: Kurt Richter-Erdmann wird Alleininhaber der Bank. Kurt Richter Erdmann war vorher für die Hardy Bank in München tätig gewesen. Sein Vater Max Richter war ab 1894 Alleininhaber des Bankhauses Emil Ebeling in Berlin. Ab Mitte 1915 war die Mitteldeutsche Creditbank am Bankhaus Emil Ebeling beteiligt, 1921 wurde die Bank dann auf diese übergeleitet.
  Kurt Richter-Erdmann ist Mitglied des Aufsichtsrates verschiedener nationaler und internationaler Firmen.
  Die Bilanzsumme von E. J. Meyer liegt zum Jahresende bei 2,5 Mio. RM
1939: Im Sommer bezieht die Bank neue Geschäftsräume in der Jägerstraße 54-56. Das Gebäude war früher der Sitz des Bankhaus Emil Ebeling gewesen und befand sich noch im Besitz der Familie Richter-Erdmann.
1940: Die Bank erwirbt im Oktober 1940 eine Beteiligung in Höhe von 100.000 hfl. an dem Bankhaus Rhodius Koenigs Handelsmaatschappij, Amsterdam
1941: Am 22.11.1941 verstirbt unerwartet Kurt Richter-Erdmann. Die Bank beschäftigt noch 21 Angestellte.
1942: Die Erbin von Kurt-Richter Erdmann, Frau Eva Richter-Erdmann wird Kommanditistin der Bank. Als persönlich haftende Gesellschafter treten Albert von Metzler, und Hans Wilhelm von Tümpling ein.
  Die Bilanzsumme liegt bei 4,6 Mio. RM.
1944: Die Reichsbank nimmt E. J. Meyer in den Kreis der privatdiskontfähigen Häuser auf.
1945: Nach Kriegsende wird E.J. Meyer, Berlin geschlossen. In Folge der Verfügung des Magistrats der Stadt Berlin vom 05.06.1945 wird die Bank als „ruhend“ bezeichnet. Zur Fortführung der Geschäfte wird in Hamburg eine unabhängige Niederlassung von E. J. Meyer errichtet.