Scherer-Preis 2012
Nachwuchspreis für Deutsche Philologie
Die Bankhaus Wölbern Stiftung lobt den mit EUR 5.000 dotierten Scherer-Preis 2012 aus. Alle zwei Jahre werden Dissertationen und Habilitationen auf dem Gebiet der älteren und neueren deutschen Literatur ausgezeichnet, die an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Freien Universität zu Berlin entstanden sind.
Preis mit Tradition – der geschichtliche Hintergrund
1910 wurde von dem Germanisten Richard M. Meyer, einem Enkel des Bankgründers, zu Ehren seines Lehrers Wilhelm Scherer (1841-1886, Germanistikprofessor in Wien, Straßburg und Berlin) die Wilhelm Scherer-Stiftung errichtet. Ab 1920 vergab die Stiftung den Scherer-Preis. Mit dem mit 2.000 Mark dotierten Preis wurden jüngere Gelehrte des deutschen Sprachraums für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der deutschen Philologie ausgezeichnet. 1923 wurde der Scherer-Preis zum letzten Mal vergeben, da die Stiftung durch die Inflation ihr Vermögen verlor. Seit 2010 vergibt die Richard M. Meyer Stiftung in Kooperation mit den Berliner Universitäten den Scherer-Preis zur Förderung von jungen Nachwuchswissenschaftlern neu.
Ausführliche Beiträge zur Geschichte des Scherer-Preises und der Preisverleihung 2010 zusammen mit Aufsätzen über Richard M. Meyer und die E. J. Meyer Bank sind in dem Band von Brigitte Peters, Erhard Schütz (Hrsg.) 200 Jahre Berliner Universität. 200 Jahre Berliner Germanistik. 1810–2010 (Teil III) (Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik, Bd. 23), Verlag Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Bern 2011 erschienen.
Scherer Preisträger
1920
Friedrich Neumann
Geschichte des neuhochdeutschen Reimes von Optiz bis Wieland Studien zur Lautgeschichte der neuhochdeutschen Gemeinsprache
1923
Herbert Cysarz
Erfahrung und Idee Probleme und Lebensformen in der deutschen Literatur von Hamann bis Hegel
Karl Viëtor
Geschichte der deutschen Ode
2010
Thomas Wegmann
Dichtung und Warenzeichen. zur Beobachtung und Bearbeitung von Reklame im literarischen Feld 1850-2000
2012
Charlotte Kurbjuhn
„Eine Spur auf dem Grund der Einbildungskraft“
Zur Geschichte der ästhetischen Denkfigur „Kontur“
Kooperationspartner:


